Skip to main content

KOMPASS-Schulungskonzept

Foto: © Olson / fotolia

Das in KOMPASS 1 modellhaft entwickelte und erfolgreich umgesetzte Schulungskonzept steht jetzt zur Anwendung für Bildungsträger bereit:

 

  • Es handelt sich um ein verzahntes Bildungsangebot für Beschäftigte und Erwerbslose. Eine Durchführung nur für Erwerbslose oder nur für Beschäftigte ist jedoch ebenso möglich.
  • Es ist erprobt, evaluiert und AZAV zertifizierbar.
  • Es besteht aus einer Kombination von Pflegefachtheorie, -Praxis und Grundbildung.
  • achtmonatige Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach §§ 81,82 SGB III (FBW)
  • für Erwerblose Einstieg mit einer viermonatigen Aktivierungsmaßnahme nach § 45 SGB III. Im Anschluss durchlaufen sie ebenso wie die Erwerbtätigen eine achtmonatige FBW-Maßnahme.

 

Der in der Regel einmal wöchentlich stattfindende Unterricht gliedert sich in zwei Unterrichtseinheiten: den Fachunterricht, der von Pflegefachdozent/innen durchgeführt werden sollte, sowie den Unterricht der Grundbildungslehrkräfte. (Doppeldozentur in der Aktivierungsmaßnahme). Eine enge Absprache zwischen den Dozent/innen ist dabei unabdingbar.

Im Fachunterricht werden die Lerninhalte auf ein einfacheres sprachliches Niveau heruntergebrochen. Die Strukturierung der Unterrichtsinhalte orientierte sich an den 13 ABEDL®s (s.FAQs). Die dafür entwickelten Fachunterrichtsmaterialien sind im Ordner „Grundbildung in der Altenpflege – Materialien für die Qualifizierung von lese- und schreibungeübten Personen für den Bereich Pflegediensthelfer/-in“ zusammengefasst. Der Ordner steht unter der Rubrik Download zur Nutzung bereit.

Der im Anschluss an den Fachunterricht durchgeführte Unterricht der Grundbildungslehrkräfte arbeitet diesen auf, erklärt und übt die Benutzung von Fachbegriffen und –formulierungen sowie den schriftlichen Ausdruck. Hierbei fließen insbesondere die praktischen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag bzw. dem Praktikum ein.

Deutliche Synergien und ein fördernder Austausch ergeben sich, wenn in der FBW-Maßnahme Erwerbslose und Beschäftigte zusammen unterrichtet werden. Bei genügend hoher Teilnehmer/innen-Anzahl ist jedoch auch die Durchführung mit nur einer der beiden Zielgruppen möglich.

Zudem fällt es Pflegeeinrichtungen leichter, eine beschäftigte Hilfskraft für die Schulung freizustellen, wenn sie im Gegenzug für mehrere Tage in der Woche eine Praktikantin, die ebenfalls die Schulung absolviert, aufnehmen können.

 

Schulungskonzept für Erwerbstätige

Die Qualifizierung KOMPASS2 bietet erwerbstätigen Hilfskräften in acht Monaten eine Basisqualifizierung zum/r Pflegediensthelfer/in als förderfähige FBW-Maßnahme an. In der Zeit wird neben den fachlichen Inhalten besonderen Wert auf die Verbesserung der Schreibfähigkeit insbesondere bei der Dokumentation gelegt.

 

Schulungskonzept für Erwerbslose

Das Schulungskonzept für Erwerbslose gliedert sich in zwei Teile. Vor der wie bei den Erwerbstätigen durchgeführten Fort und Weiterbildungs-Maßnahme mit dem Hauptinhalt der Fachqualifizierung wird eine viermonatige Aktivierungs-Maßnahme (§ 45 SGB III) geschaltet. In dieser Zeit werden neben fachlichen Inhalten insbesondere Grundbildungsinhalte vermittelt sowie allgemeine Arbeitsmarkt relevante Kompetenzen entwickelt. In einem zweiwöchigen Erprobungspraktikum werden erste praktische Erfahrungen gesammelt und die Eignung für den Beruf erprobt.

Im Anschluss an die Aktivierungsmaßnahme ist ein Übergang in die FBW möglich. Diese  verläuft  analog zur Qualifizierung der Beschäftigten mit dem einzigen Unterschied, dass die Erwerbslosen statt an ihrem Arbeitsplatz wie die Erwerbstätigen in dieser Zeit in stationären Altenpflegeeinrichtungen als Praktikantin an vier Tagen in der Woche beschäftigt sind (in Teilzeit).

Sprechen sie uns an! Wir unterstützen Sie bei der Durchführung der zertifizierten Qualifizierung im Bereich Pflegediensthilfe